Deocreme selbst gemacht

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Sonstiges
deocreme

Deocreme ohne Aluminium? Als ich das vor einigen Jahren zum ersten Mal gehört habe, war ich fasziniert. Begeistert musste ich feststellen, das sie mir sogar besser als „normale“ Deos half. Ich fand es aber ökologisch mehr als bedenklich, nur wegen einer kleinen Dose diverse Verpackungsmaterialien zu verbrauchen. Dazu die teilweise doch hohen Preise und Versandkosten. Selber machen war für mich die Antwort!

Es gibt dutzende Rezepte im Internet, ich nutze allerdings ein simples und nehme je ein Teil

  • Kokosöl
  • Sheabutter
  • Natron
  • Zink
  • Stärke

Sheabutter und Kokosöl

deocreme

Als Maßeinheit verwende ich Teelöffel. Kokosöl und Sheabutter kann man wohl gegeneinander austauschen und z.b. 2 Teile Kokosöl verwenden und die Sheabutter weglassen oder umgekehrt. Damit habe ich aber bisher keine Erfahrung gesammelt.

Und dann geht es schon ans mischen:

Die festen Öle im Wasserbad schmelzen. Mikrowelle geht vermutlich auch, aber da muss man sehr aufpassen, das die Öle nicht zu heiß werden!

deocreme

Die festen Bestandteile in einer zweiten Schüssel mischen.

deocreme

Diese dann zu den flüssigen Ölen geben und dann heißt es rühren, rühren, rühren!

deocreme

deocreme

Das dauert einige Minuten. Dann nur noch in eine saubere Dose füllen und fertig!

deocreme

Das Ergebnis sind etwa 25-30ml Deocreme. Ich komme damit ca. 8-10 Wochen aus (bei fast täglicher Verwendung). Die Creme braucht bei Raumtemperatur einige Tage, bis sie richtig fest ist. Im Kühlschrank dürfte es schneller gehen, das spare ich mir aber.

Noch ein paar Tipps:

  • Sauberkeit! Zwar enthält das Deo kein Wasser, aber man sollte trotzdem auf sauberes Arbeiten achten. Ich reinige alles vorher mit kochendem Wasser.
  • Zinkoxid habe ich in der Apotheke gekauft. Ich musste zwar erst ein bisschen diskutieren, aber dann durfte ich 10g kaufen.Wahrscheinlich komme ich damit ein Jahr aus.
  • Beim Natron habe ich etwas länger gesucht – beim ersten Mal habe ich das übliche aus dem Supermarkt gekauft, das aber leider nicht sooo fein gemahlen ist. Inzwischen kaufe ich eine hochpreisigere Variante im Bioladen, die schön pudrig ist.
  • Duft – wer will, kann das Deo natürlich auch beduften. In dem Fall arbeitet bitte mit 100% naturreinen ätherischen Ölen. Auf keinen Fall irgendwelche billigen Öle verwenden.

Zoran Živkovic: Das letzte Buch

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Rezensionen
DAS letzte Buch

Irgendwo in einer serbischen Stadt. Ein Mann liegt tot in einer Buchhandlung. Die Polizei ermittelt, findet aber nichts. Auch die Todesursache kann nicht ermittelt werden – es ist, als wenn der Körper einfach aufgehört hätte, zu leben, ohne das es einen Grund geben würde. Der ermittelnde Kriminalkommissar Dejan Lukic findet den Fall beunruhigend, aber auch die Buchhändlerin Vera Gavrilovic sehr anziehend. Es dauert nicht lange, bis die nächste Leiche auftaucht.

„Das letzte Buch“ ist ein literarischer Krimi: Die meisten Opfer sterben in einer Buchhandlung, sie scheinen allesamt ein bestimmtes Buch zu lesen. Außerdem ist Dejan Lukic zur Freude der Buchhändlerin für einen Polizisten erstaunlich belesen, hat er doch auch Literatur studiert. Doch auch er hat keine Ahnung, was es mit den ganzen Leichen auf sich hat. Nie gibt es eine erkennbare Todesursache, aber die Menschen leben einfach nicht mehr.

Am Anfang kommt der Roman noch recht realistisch daher. Doch je weiter die Handlung fortschreitet, umso abstruser wird es. Da gibt es Traumsequenzen und da ist Lukic, der immer und immer wieder ein Déjà-vu hat. Aus einem Buch, das am Anfang mit einem eher altmodischen, behäbigen Schreibstil daher kommt, wird schließlich etwas seltsames, kafkaeskes. Und obwohl ich Kafka sehr gerne gelesen habe, fand ich es hier einfach nur sehr seltsam.

OT Poslednja knjig:

Fangirling mit Jasper Fforde und Haruki Murakami!

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Bücher
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Wie zeigt man als Bücherwurm seine Verbundenheit mit der Buchwelt? Volle Bücherregale, ausgefallene Lesezeichen oder ganz anders? Vielleicht mit Wohnungsdeko?

Schon vor zwei oder drei Jahren habe ich mir den Wandroman „Gefährliche Geliebte“ von Haruki Murakami aus dem Dumont Verlag gekauft. Schon damals mit dem Vorsatz, wenn ich mal umgezogen bin, dann kommt der in die neue Wohnung. Es hat etwas länger gedauert, aber inzwischen hängt das Poster tatsächlich und sieht wunderschön aus. Ich bin auch schon mehrmals gefragt worden, ob ich das Poster auch gelesen hätte („Ja – als Taschenbuch, steht dahinten im Regal…“). Leider habe ich es nicht geschafft, das Ding so zu fotografieren, das es im ganzen zu sehen ist, aber bei Dumont sind die Wandromane immer noch erhältlich. Da diese Ausgaben auch eine ISBN haben, habe ich meines übrigens ganz simpel beim Buchhändler um die Ecke gekauft. ;)

fangirling

Dekoartikel Nr. 2 hatte eine längere Anreise hinter sich, nämlich aus Wales. Dabei handelt es sich um eine Karte der Fiction Island, der fiktiven Buchwelt aus „One of Our Thursdays Is Missing“ von Jasper Fforde. Ich fand die Karte so faszinierend, das ich nicht widerstehen konnte und habe sie fix erworben. Bis zum aufhängen hat es auch diesmal wieder gedauert, aber vor einer Stunde habe ich endlich das gerahmte Objekt der Begierde aufgehangen. Stilecht hängt es nun zwischen meinen Regalen:

fangirling

 

fangirling

 

fangirling

Diese ganzen kleinen Besonderheiten machen die Karte unglaublich spannend und ich freue mich schon, das ich sie nun auch endlich bewundern kann und nicht immer nur die Bildverpackung anhimmeln muss. ;)

Natur und Geschichte – viermal eine spannende Mischung!

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Bücher
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Sachbücher über Natur finde ich nur eher mäßig spannend. Aber wenn es um Entdecker, Eroberer und Forscher geht, dann bin ich wieder dabei. Und so habe ich in den letzten Wochen Monaten auch einige sehr interessante Sachbücher gelesen:

kolumbus erbe

„Kolumbus‘ Erbe“ ist ein echtes Schwergewicht. Und unglaublich gut! Charles C. Mann beschäftigt sich in diesem dicken Buch vor allem mit der Frage, was der Beginn der Globalisierung für Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt hatte. Und die sind enorm. Das beginnt mit der Anbau der Kartoffeln in der alten Welt, Tabak, Baumwolle und Sklavenhandel in der neuen Welt. Aber auch die Auswirkungen der Silberminen auf das spanische Königshaus, die Entwicklung von Krankheiten… und das beste ist, es ist außerordentlich mitreißend erzählt. Im Oktober erscheint dann endlich die deutsche Übersetzung des Vorgängerwerkes, „Amerika vor Kolumbus“.

tambora
Wer sich mit der Entstehungsgeschichte von „Frankenstein“ beschäftigt hat, der kennt den Begriff „Jahr ohne Sommer“. Das Jahr 1816 bietet einen kalten, regnerischen Sommer, der dazu führt, das ein illusteres Grüppchen unkonventioneller Engländer, das den Urlaub am Genfer See verbringt, sich gegenseitig Schauergeschichten erzählt. Das ein Vulkanausbruch im fernen Asien die Wetterkapriolen verursachte war nicht bekannt – und wahrscheinlich hätte es niemand geglaubt.
Die Auswirkungen hat Behringer sehr schlüssig dargestellt: Kälte in Europa, anderswo aber kam es auch zu Dürreperioden. Hunger führte zu Verzweiflung, Sündenböcke wurden gesucht (und gefunden: Judenprogrome und Hexenverbrennungen). Spannend! Auf meiner Wunschliste ist nun auch „Kulturgeschichte des Klimas“ gelandet.

pflanzenjäger

Einfach ein bisschen im Internet stöbern und schließlich stieß ich auf „Pflanzenjäger“. Das klingt recht martialisch und so war es teilweise auch. Wer hat schließlich dafür gesorgt, das unsere Gärten, Häuser und Wohnungen mit exotischen Pflanzen bevölkert sind? Orchideen, Kakteen, Palmen und viele mehr wurden von Forschungsreisenden wie Humboldt eingeführt – aus denen sich in schließlich echte Jäger entwickelten, die alles, was ihnen vor die Finger kam, mitnahmen. Die kurzen Porträts sind ein toller Einstieg in diesen Teil der Geschichte. Leider, leider gibt es zu den wenigsten Forschern und Jägern mehr zu lesen.

humboldt

Alexander von Humboldt war da zum Glück die große Ausnahme. Über ihn wurde so viel geschrieben, das ich mich schwer tat, ein Buch für mich zu finden. Schließlich entschied ich mich für dieses Buch, bei dem der Schwerpunkt auf die Reise nach Südamerika liegt – das davor und danach wird nur kurz angeschnitten. Und so ist es auch nicht unbedingt eine Biografie, sondern fast schon eine Reiseerzählung, die aber sehr lebendig und mit vielen Zitaten aus seinen Werken gespickt ist.
Im September erscheint noch ein weiteres Buch über Humboldt, die deutsche Übersetzung eines NY Times Bestsellers: „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“. Klingt auch recht spannend, allerdings ist mein Wissensdurst erstmal gestillt.

Wie sich Dinge ändern.

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Bücher

Früher habe ich nie verstanden, wenn Menschen früher aufgestanden sind, um in Ruhe noch ein paar Seiten. Die müssen verrückt sein! dachte ich insgeheim.

Früher habe ich nämlich überwiegend Schichtdienst gemacht. Früh, Spät, Nacht, alles war dabei. Wenn ein Abendmensch wie ich um 6 bei der Arbeit sein muss, dann reicht die Zeit wirklich nicht, um noch zu lesen. Weil Abendmensch, habe ich viel Spätschicht gearbeitet. Da hatte ich nach der Arbeit viel Zeit zum lesen. Soziale Kontakte gab es natürlich auch, aber dann doch eher an freien Tagen. Für Nichtschichtmenschen war nämlich fast schon Bettgehzeit, wenn ich Feierabend hatte.

Seit letzem Jahr ist alles anders geworden. Ich arbeite auch noch Schicht, aber sehr viel weniger. Viel weniger. Stattdessen arbeite ich nun meistens zu den üblichen Bürozeiten. Ich habe mehr Wochenende frei (nein, nicht alle). So ein bisschen „Schichtdienst light“. Und ich seit einigen Wochen ertappe ich mich dabei, das ich meinen Wecker früher stelle und tatsächlich ganz entspannt ein halbes Stündchen lese. Morgens! Vor dem Frühstück! Vor dem Duschen, vor allem! Und es macht Spaß!

Erstaunlich. Und unglaublich, was man in der Zeit alles konsumieren kann. So habe ich in den letzten Wochen zunächst zu alten Krimis von Georgette Heyer gegriffen und danach die Wächterreihe von Lukianenko (die ich beim erneuten lesen leider nicht ganz so großartig fand, wie ich es im Hirn gespeichert hatte…).

BuchSaiten – BlogParade: Jahresabschluss 2015

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Bücher
BSBP15

Alle Jahre wieder – die Blogparade von Frau von Saiten! Dafür erwecke ich meinen Blog sogar aus dem Winterschlaf. ;)

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

Diese Antwort fällt mir überraschend leicht: Der Baader-Meinhof-Komplex. Vor einigen Jahren irgendwann mal gebraucht gekauft, wollte ich das Buch schon mehrmals ungelesen aussortieren. Irgendwas hielt mich dann doch immer davon ab und als ich das Buch am 23.12. in die Hand nahm, da geschah es auch nur, damit ich nach kurzem anlesen endgültig aus dem Regal werfe. Tja. Stattdessen habe ich mich an den Weihnachtstagen in dieses völlig unweihnachtliche Buch über die RAF vertieft. Stefan Aust beschreibt darin den Beginn der RAF, deren Ursachen und Ziele, vor allem aber auch, wie die Politik auf sie reagierte. Teilweise fand ich es ganz schön erschreckend und es gibt durchaus auch Paralellen zu der aktuellen Politik, obwohl der Terror heute aus einer anderen Ecke kommt. Fazit: Sehr empfehlenswert!

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)

Mörderischer Mistral von Cay Rademacher. Ich kenne bisher die Hamburg-Krimis, die kurz nach dem 2. Weltkrieg spielen und selten haben mich Krimis so begeistert wie diese. Umso schlimmer war für mich die Enttäuschung. Denn der Mistral war einfach nur ein X-beliebiger Aufguss des üblichen Frankreich-Krimi, das alle nur so üblichen Krimi-Klischees mitnimmt.

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Hm, ich habe wenige Autoren überhaupt neu entdeckt. Sehr gut gefiel mir Der größte Fall meines Vaters von Zdenka Becker und ich bin extrem gespannt auf ein weiteres Buch von ihr – eines liegt bei mir schon bereit. ;)

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Schön ist es nicht, aber sehr eindringlich. Und es passt sehr gut zu dem düsteren und sperrigem Inhalt: Morphin von Szczepan Twardoch.

morphin

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2016 lesen und warum?

In letzter Zeit liegt mein Fokus ein bisschen auf Graphic Novel und sehr gespannt bin ich da auf Persepolis von Marjane Satrapidas vor einigen Monaten schon bei mir eingezogen ist. Ich denke, das ich dieses Buch als eines der nächsten aus dem Regal krame. ;)

Über die „Bücherbox“

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Bücher

Eine große deutsche Buchcommunity verschenkt Bücher und alle scheinen begeistert zu sein. Auf mehreren Blogs, Twitter und Facebook habe ich glückliche Beschenkte gesehen, die sich artig für die Bücher bedankten. Andere sind leer ausgegangen und sind traurig, neidisch, enttäuscht – was auch immer. Auf jeden Fall ist die entsprechende Buchcommunity ins Gespräch gebracht worden und erhält im Gegenzug für einige Pakete viel Werbung. Der beliegende Brief spricht dann auch davon, das man ab Januar die Boxen für einen noch unbekannten Preis erwerben kann. Ich weiß nicht, wieviele Pakete verschickt wurden, aber so viele waren es rein gefühlsmäßig nicht, würde ich sagen. Vielleicht folge ich auch den falschen Blogs?

Auch ich habe ein Paket erhalten und leider war ich nicht so angetan davon. Das liegt zum einen daran, das ich diesen ganzen Boxenzeugs nichts abgewinnen kann. Bei mir hatte diese „Betabox“ schon verloren, weil ich tatsächlich kein einziges Buch davon attraktiv fand. Ich mag keine Thriller, ich hasse Bücher, die mit dem Wort „Krebs“ auf die Tränendrüse drücken und der Humor hier ist nicht der meine. Aber auch sonst frage ich mich, was denn zur Hölle so toll daran ist? Was habe ich davon, wenn ich z.b. eine Box mit „Frankreich“ kaufe? Abwechslung? Wenn ich mir so die Betabox anschaue, dann glaube ich nicht daran, das man so beonders ungewöhnliche, andere Bücher als sonst verschickt. Da gehe ich lieber in die Bücherei / Buchhandlung. Sehr seltsam finde ich übrigens auch die Auswahl derjenigen, die hier die Pakete bekommen haben – ich bin dort nämlich gar nicht registriert.

Dummerweise kommt die Box meinem Bestreben nach Minimalismus auch ziemlich in die Quere. Ich kaufe nicht irgendwelche Bücher, sondern wähle die aus. Ich sortiere nach dem Lesen radikal aus, was ich nicht mochte. Meine Zeit ist begrenzt und ich habe keinen Lust auf irgendwelche Bücher, die mir aufgedrängt wurden.

Was ich mit den geschenkten Büchern mache? Ich habe erst überlegt, ob ich hier ein Gewinnspiel mache. Aber momentan habe ich nicht besonders viel Zeit für den Blog (außerdem ist mein Internet gerade sehr störanfällig) und ehrlich gesagt, ich habe auch keine Lust, Porto für die Bücher zu zahlen. Also habe ich die Bücher einfach im Freundeskreis verschenkt. So gibt es zumindest noch Leser, die sich über den unverhofften Lesestoff doch noch freuen. Werbung wird es aber wohl nicht geben – in meinem Freundeskreis bin ich die einzige Bloggerin.