Margot Lee Shetterly: Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen

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hidden figures

Während des 2. Weltkrieges suchte das  amerikanische Verteidigungsministerium dringend qualifiziertes Personal – und stellte schließlich auch afroamerikanische Frauen ein, als Mathematikerinnen. Für die NACA (National Advisory Committee for Aeronautics) führten sie Berechnungen durch, die der Grundlagenforschung im Flugzeugbau dienten. Die Frauen wurden als „Computer in Röcken“ bezeichnet – wegen der Rassentrennung gab es eine Gruppe mit weißer Frauen und eine mit schwarze Frauen.

hidden figures

Für Afroamerikaner gab es nur sehr wenige Arbeitsmöglichkeiten – wer von ihnen studiert hatte, wurde meistens Lehrer. Auch die betroffenen Frauen arbeiteten fast alle als (Mathematik)lehrerin. Die Einstellungen durch die NACA waren eine ungeheurere Chance und auch wenn sie weniger verdienten als die weißen Frauen (oder gar die Männer), so war der Verdienst doch besser als Lehrtätigkeit.

Die Autorin erzählt die Geschichte mehrere Frauen, u.a. die von Katherine G. Johnson, die heute hoch geehrt ist. Es erzählt aber auch von Rassentrennung, von weißen und schwarzen Schulen, davon, wie insbesondere Virginia, wo sich das damalige Hauptquartier befand, auf eine Rassentrennung bestand.

Aus der NACA wurde 1958 die NASA – eine Reaktion der USA auf die Tatsache, das die Sowjetunion anscheinend den Wettlauf ins All gewinnen würde, schließlich kreiste mit Sputnik der erste Satellit überhaupt im All – ein sowjetischer. Viele Angestellte wurden übernommen und arbeiteten nun am Raumfahrtprogramm. Doch im Gegensatz zu dem Cover, das eindeutig suggeriert, das die Arbeit bei der NASA einen großen Teil einnimmt, ist es Wirklichkeit nur das letzte Drittel – das fand ich weder besser noch schlechter als den Rest des Buches.

Vor wenigen Tagen lief der Film, der auf dem Buch beruhte, in Deutschland an. Ich würde gerne etwas über den Film schreiben, allerdings hatte das örtliche Kino „technische Probleme“, deshalb musste ich den Besuch verschieben. Gespannt bin ich aber schon auf das Ergebnis, wobei man natürlich nicht vergessen darf, das es sich bei dem Buch um ein Sachbuch handelt und der Film keine Dokumentation ist. Von daher finde ich das Cover des Buches nicht passend.

OT: Hidden Figures

Chigozie Obioma: Der dunkle Fluss

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der dunkle fluss

Nach Chimamanda Ngozi Adichie und Nnedi Okorafor ist Chigozie Obioma der dritte Autor aus Nigeria, den ich „kennen lernen“ durfte. Wobei er wie die beiden anderen in den USA lebt bzw. pendelt. Bei „Der dunkle Fluss“ handelt es sich um sein Debüt und mich hat es schon jetzt sehr neugierig auf sein weiteres Werk gemacht.

Erzählt wird die Geschichte von vier Brüdern: Ikenna, Boja, Obembe und Ben. Letzterer erzählt die Ereignisse aus seiner Sicht – damals etwa zehn Jahre alt. Sie wachsen gemeinsam mit ihren Eltern und zwei weiteren Geschwistern, die aber noch Kleinkinder sind, auf. Reich sind die Eltern nicht, aber sie schaffen es. Disziplin spielt eine große Rolle in der Vater – der Vater ist streng, bei Problemen wird durchaus auch die Prügelstrafe eingesetzt, aber trotzdem war für mich immer spürbar, das die Eltern ihre Kinder lieben. Sie wollen, das die Kinder später studieren, ein Leben nach westlichem Vorbild führen. Als der Vater von seinem Arbeitgeber versetzt wird und nur noch alle zwei Wochen nach Hause kommen kann, gerät das Konstrukt der Familie ins Wanken. Die Brüder treiben sich trotz Verbot am Omi-Ala Fluss herum – sie angeln, suchen Kaulquappen. Eigentlich harmlose Vergnügungen, aber der Fluss ist gefährlich. Eines Tages treffen sie dort Abulu – der lokale Irre, der von den Mitmenschen einerseits bemitleidet wird, aber auch gefürchtet, denn seine Prophezeiungen haben die unheimliche Gabe, das sie zutreffen. Diesmal trifft es Ikenna, dem er vorhersagt, das er bald ermordet werde.

Gewalt ist ein großes Thema in dem Buch. So wie die Kinder von ihrem Vater geschlagen werden, so rächen sie sich auch mit Gewalt an einer Nachbarin. Gewalt ist auch im ganzen Land selber spürbar: Yola, die Stadt, in der der Vater jetzt arbeitet ist unsicher, dort kommt es immer wieder zu Ausschreitungen. In einer Rückschau wird die Präsidentschaftswahl von 1993 geschildert und die Unruhen, die im Nachhinein auftraten. Die Gewalt beginnt langsam, wird im Verlauf des Romanes dann immer stärker.

„Hass ist ein Blutegel. Das Ding, das sich an der Haut festsaugt, sich von den Menschen ernährt und ihnen die Lebenskraft raubt.“

Pos. 2780-2781

 

In Nigeria gibt es viele verschiedene Religionen und Sprachen. So sprechen die Brüder untereinander Yoruba, die Eltern bevorzugen Ibo und als Amtssprache fungiert Englisch. Dazu kommen zahlreiche Religionen und Aberglauben. Ein großes Potential für Konflikte. Die Brüder werden zwar christlich erzogen, doch die alten Religionen und Bräuche sind im Hintergrund immer noch deutlich vorhanden. So glaubt denn auch Ikenna nicht mehr an das Rationale – warum sollte das, was ein offensichtlich psychisch kranker Mann erzählt, überhaupt zutreffen? Stattdessen ist Ikenna zutiefst davon überzeugt, das dies eine echte Prophezeiung ist, die auf jeden Fall zutreffen wird. Und als zukünftiges Mordopfer hat er das Gefühl, das er nichts mehr verlieren kann, denn er wird ja sowieso bald sterben – und ändert sein bisher tadelloses Verhalten auf schreckliche Weise. Eine selbsterfüllende Prophezeiung wie aus einem Lehrbuch.

OT: The Fishermen

Büchereiglück: Krimis & Romane

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Bücher
bücherei 1

Ich habe das große Glück, nur einige Fußminuten von meiner Bücherei entfernt zu wohnen und so leihe ich in letzter Zeit wieder vermehrt aus – nachdem ich meinen SuB fast ausgelesen habe. ;)

bücherei

Die Krimis von Tom Hillenbrand sind Bände 2-4 der Xavier Kieffer Serie – gemütliche Gastrokrimis, von denen ich erst vor kurzem schwärmte. „Fünf Kopeken“ dagegen ist schon vor ein paar Jahren erschienen und hat mich damals schon gereizt. Tatsächlich hatte ich das Buch vor einem Jahr schon mal ausgeliehen, aber da war es irgendwie nicht der richtige Zeitpunkt für das Buch. Mitgenommen habe ich es diesmal wieder ganz spontan.

bücherei

Was diese beiden Bücher verbindet, dürfte wohl klar sein – ich brauche noch einen Titel, der in Monaco spielt, für mein Europa erlesen Projekt. Ob ich wirklich beide lese, keine Ahnung – von Greene habe ich vor vielen Jahren bereits ein Buch gelesen, das mir nicht gefiel. Und bei dem Krimi hoffe ich, das er nicht zu blutig ist…

Teresa de la Parra: Tagebuch einer jungen Dame, die sich langweilt

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Selten hat mich ein Buchtitel so angesprochen! Dabei verbirgt sich hinter diesem ungewöhnlichen Titel ein Klassiker aus Venezuela, der im Original bereits 1924 erschienen ist und auch die deutsche Ausgabe wartet seit 2008 auf Leser.

Bei der jungen Dame handelt es sich um die 18jährige María Eugenia. Nachdem sie mit Vater einige Jahre in Europa lebte, kehrt sie nach seinem Tod in ihre Heimat Caracas zurück. Das Leben dort empfindet sie nach den Vergnügungen in Paris als langweilig. Und das ist auch einer der ersten Sätze in dem Buch:

„Ach, Cristina, Cristina, ich habe so schreckliche Langeweile…!“

(Pos. 115-116)

schreibt sie ihrer Freundin nach der Ankunft in Caracas. Das sie arm ist, entdeckt sie erst jetzt und so bleibt ihr nur noch ein wertvoller Besitz: ihre Tugend.

Ihre strenge Großmutter hofft, das sie so einen passenden Mann findet: konservativ und vermögend sollte er sein. María Eugenia kann sich nach den Freiheiten in Paris nur schlecht an das gesellschaftliche Klima gewöhnen.

„Mein Programm, das Großmama morgens entworfen hatte, lautete:«Sich möglichst keinen Fehler leisten», mit anderen Worten: zur vollkommenen Null werden, nur um irgendeinen Mann durch meine Nichtigkeit zu betören, damit er sich herabließ, mich, die Null, durch seine reine Gegenwart, indem er sich wie eine Zahl an meine Seite stellte, zu einer runden, ansehnlichen Summe aufzuwerten und mir so überhaupt erst eine Position in der Gesellschaft und der Welt zu verschaffen. Doch bis dahin: Gefangenschaft, Selbstzucht, Langeweile und natürlich Dankbarkeit gegenüber Onkel Eduardo…“

(Pos. 1272-1273)

Das Buch liest sich teilweise recht schwierig. Es beginnt mit einem sehr, sehr langen Brief, der an eine Freundin in Paris gerichtet ist. Darin beschreibt María Eugenia die letzten Wochen in Paris, die Überfahrt und dann die Ankunft in Caracas, wie bedrückend sie die Stadt empfindet. Anschließend folgen Tagebucheintragungen und danach schließen sich kürzere Kapitel an, in denen sie die Ereignissen weiter erzählt. Langsam zieht ihre Familie die Daumenschrauben an – mir kam es aber fast wie eine Gehirnwäsche vor. Nach und nach akzeptiert sie die gesellschaftlichen Gepflogenheiten, hört auf Romane zu lesen und lernt, eine gute Hausfrau und Ehefrau zu werden. Der passende Mann wird ebenfalls von der Familie erwählt und sie redet sich selbst ein, wie verliebt sie doch sei.

María Eugenia ist dabei keine einfach Figur. Sie ist gerade am Anfang nervtötend egoistisch und unglaublich von sich überzeugt. Äußerlichkeiten sind ihr immens wichtig – aber sie hat doch alles, eine wundervolle Nase, bezaubernde Lippen, funkelnde Augen und ihre Figur, ihre Anmut – einfach zum niederknien! Eine Feministin ist sie nicht, sie will einfach nur Spaß haben. Sie liebt Mode und Make up, trägt eine modische Frisur, wie ein typisches Flapper Girl der 1920er Jahre. Nur, das sie die einzige ist, in Caracas. Mit genügend Geld würde sie vermutlich wieder zurück nach Paris gehen, doch aus finanziellen Gründen kommt das nicht in Frage. Ihre einzige Chance ist es, einen Mann zu finden, der zu ihr passt – und ja, es gibt jemanden, der ihr vermutlich alle Freiheit lassen würde. Doch der Mann kommt für die Familie nicht in Frage, er ist zu arm. Außerdem glaubt ihre Großmutter fest daran, das ihre Enkelin eine feste Hand braucht, einen Mann, der sie erzieht, sich um sie kümmert.

Vermutlich waren es Gedanken wie diese, die mir das Lesen des Buches so erschwert haben. Keinen Partner zu haben, sondern einen Herren, erscheint mir gerade für ein Mädchen wie María Eugenia so falsch, denn mit einem solchen Mann könnte sie doch nie glücklich werden. Andererseits, auch wenn die Emanzipation in Europa weiter war als in Südamerika, so begann der Kampf dort um die Gleichberechtigung erst. In Frankreich dürfen Frauen z.b. erst seit 1944 wählen (20 Jahre, nachdem dieses Buch erschienen ist!), in Venezuela seit 1947.

Manches in dem Buch dürfte reine Satire sein, aber zumindest teilweise soll es auch autobiografische Züge habe. Doch auch wenn ich manches wohl nicht richtig einordnen kann, mir der Text wegen des Inhaltes schwer viel, so was es doch trotzdem ein interessantes Buch, das mir einen Einblick in eine fremde Welt verschafft hat.

OT: Ifigenia. Diario de una señorita que escribió porque se fastidiaba

Entdeckt: Die Edition Erdmann

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erdmann

Ich mag Reiseliteratur. Speziell die von Frauen geschriebenen, historischen Reiseerzählungen. Ich finde es einfach sehr spannend, von ungewöhnlichen Frauen zu lesen.

Beim Stöbern im Netz stieß ich auf die Edition Erdmann, die zum Verlagshaus Römerweg gehört – spezialisiert auf historische Reiseliteratur. Beim Lesen des Verlagsprogramms bekam ich Fernweh. So viele Bücher, die so interessant klingen! Ganz oben auf meiner Wunschliste steht die Reihe „Die kühne Reisende“ – Frauen als Reisende und Entdeckerinnen. Leider fand ich auf der Verlagsseite keine Übersicht über die bisher erschienen Bücher der Reihe, deshalb hier eine Auflistung:

Vier Bücher sind vor kurzem bei mir aufgezogen und ich freue mich schon auf Marokko, Persien, Palermo  – und schließlich die ganze Welt: erdmann

Lesetipp: Kulinarische Krimis!

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hillenbrand

Eigentlich mag ich Fisch. Auch bei Olivenöl sage ich nicht grundsätzlich nein. In den letzten Tagen muss ich aber gestehen, habe ich diese Lebensmittel mit einem unguten Gefühl im Bauch betrachtet. Sind die Zutaten wirklich echt? Oder ist da irgendwas gepanscht? Wo kommt der Fisch her, den ich esse?

Ich las nämlich in den letzten Tagen drei Krimis von Tom Hillenbrand – kulinarische Krimis, weil der Amateurdetektiv Xavier Kieffer ein Koch ist, der ein eigenes Restaurant hat. Kein Chichi Restaurant, aber auch kein Imbiss, sondern bodenständige luxemburgische Küche. Dummerweise hat er eine Neigung dazu, sich in die Angelegenheiten anderer einzumischen und so beschäftigt er sich mit toten Sushiköchen in Frankreich, Olivenhändlern in Italien und staunt über Spekulationen mit Lebensmitteln an der Börse.

hillenbrand

Wer jetzt Lust auf leckere Krimis hat, bei denen einem erst das Wasser in den Mund zusammenläuft, die aber am Ende doch schwer im Magen liegen, dann wäre „Teufelsfrucht„, der erste Teil der Serie, ein guter Anfang!

Alice Hoffman: Wo Bleiben Vögel im Regen

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hoffman

Das vorletzte (deutsche) Buch von Alice Hoffman auf meinem SuB ist eine Ausgabe mit zwei dünneren, älteren Romanen, erstmals erschienen die Bücher in den 1980er Jahren. Eigentlich hatte ich vor, beide Romane hier zu rezensieren, aber da ich über das erste Buch schon so viel geschrieben habe und keine Ahnung habe, wann ich den zweiten lese, belasse ich dabei – und vielleicht wird es dann nochmal eine Rezension zu „Die Nacht der Tausend Lichter“ geben.

hoffman

In „Wo bleiben Vögel im Regen“ geht es um eine ganz normale Familie in Neuengland. Die klassische Vater, Mutter, Tochter, Sohn Variante. Es gibt die üblichen Streitigkeiten, die erste Liebe zwischen den Eltern ist weg, die Kinder werden langsam größer – bald wird die Tochter in die Pubertät kommen. Es ist Sommer, August, die Kinder haben Ferien. Charlie, der Sohn, beobachtet Morcheln, die Tochter Amanda ist die beste Turnerin in der Schule und hofft insgeheim auf eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen. Doch in diesem Sommer ist sie krank – immer wieder hat sie Fieber, hat abgenommen, Schmerzen. Zuerst denken die Eltern an simple Erkältungen, doch irgendwann reicht das nicht mehr und sie erhalten die schockierende Diagnose: Aids. Übertragen durch eine Bluttransfusion einige Jahre zuvor. Es gibt kein Heilmittel, nichts kann die Krankheit jetzt noch verzögern, nur die Beschwerden können gelindert werden. Als wenn das nicht schlimm genug ist – die Einwohner der Kleinstadt sind entsetzt und panisch. Charlies Freund darf nicht mehr mit ihm spielen. Amanda will unbedingt weiter zu Schule gehen, doch die anderen Eltern haben Angst, verlangen, das sie ausgeschlossen wird. Trotz den ganzen Aufklärung, die Kinderarzt und Schule betreiben.

1988, als das Buch erschien, war ich 13 Jahre alt und ich erinnere mich noch gut an die Panik, die die Leute damals hatten. Es gab viel Aufklärung und trotzdem hatten die Menschen Angst. Manche behaupteten noch, das nur Schwule „sowas“ kriegen würden, andere dagegen hielten es nur für eine Frage der Zeit, bis die Menschheit davon ausgerottet wurden. Und dann gab es Menschen – gerade auf dem Land – die es für unwahrscheinlich hielten, das sich gerade bei ihnen im Dorf jemand damit anstecken würde. Meine Eltern hatten jedenfalls sehr viel mehr Angst davor, das ihre minderjährige Tochter schwanger werden könnte, als sich HIV einzufangen.

Das Buch unterscheidet sich insofern von anderen Büchern der Autorin, weil hier der magische Realismus fehlt. Eigentlich ist es das Element, das mir immer so besonders gut an den Büchern gefällt, aber hier bin ich ganz froh gewesen, das dem nicht so war. Es hätte einfach nicht gepasst. Stattdessen gibt es aber ein sehr eindringliches Buch über Menschen in einer Ausnahmesituation. Erzählt wird es dabei aus Sicht der verschiedenen Personen. Die Geschichte wird dabei nicht nur von der Familie selber erzählt, sondern auch der behandelnde Kinderarzt, die Schuldirektorin, Freunde und andere Verwandte kommen zum Zug. Natürlich ist die Geschichte sehr traurig, aber es wird nicht ständig permanent auf die Tränendrüse gedrückt, sondern es passiert einfach so. Gleichzeitig gibt es zwischendurch auch schöne Momente, wenn Menschen wieder miteinander reden können, ihre Sprachlosigkeit überwinden.

Definitiv eine Leseempfehlung!

OT: At Risk